Eine Liebeserklärung an den Marathonlauf

Eine Liebeserklärung an den Marathonlauf

Ein fester Termin im Kalender einiger Socken ist seit Jahren der Skatstadtmarathon in Altenburg. Unsere Socke Alex gehört schon faktisch zum Inventar. Bei der sechsten Auflage, begab er sich auch das sechste Mal auf die Marathonrunde. Socke Christoph reiste mit dem festen Plan nach Ostthüringen, seinen fünften Lauf hier zu absolvieren, musste jedoch leider kurzfristig krankheitsbedingt auf den Start verzichten. Und auch Josef, der Novize aus dem letzten Jahr, begab sich auf die große Runde, welche ja genau genommen aus zwei kleinen Runden besteht. 

Pünktlich um neun Uhr fiel der Startschuss für die über 120 Läuferinnen und Läufer auf der Marathondistanz. Direkt nachdem der Markt passiert wurde, ging es auch schon in die erste Steigung des Tages. Es sollte nicht die letzte bleiben. Noch bevor der erste Kilometer absolviert war, wurden die Sportlerinnen und Sportler auf dem Nikolaikirchhof auch schon von der ersten Trommelgruppe lautstark begrüßt. Bei angenehmem Laufwetter zog sich die Strecke entlang dem Großen Teich, durch den Stadtwald, entlang der Ortsumgehung wieder hinein in die Stadt. Alle diejenigen, die schon einmal in Altenburg gelaufen sind, wissen, ab hier beginnt der Marathon erst so richtig. Mit dem Berg zur Poschwitzer Höhe, dem Schlossberg und der Schlossauffahrt warten drei Berge, die bei der Tour de France auf jeden Fall die Einstufung HC (Hors catégorie) bekommen würden. Zumindest gefühlt. Anschließend geht es vorbei an Deutschlands einzigem Skatbrunnen über den Markt und ab in die zweite Runde.

Und wie erging es den beiden Socken? Mit guten Wünschen des Bundestagsabgeordneten Frank Tempel und der Lokalpolitikerin Mandy Eißing ausgestattet und wie jedes Jahr vom Fanclub kräftig angefeuert, lief sich die erste Runde fast wie von selbst. Doch auch der Fanclub musste auf Dana, eine unserer treusten Fans, verletzungsbedingt verzichten. Der übrige Fanclub machte in Form von Tina, Christoph und Wolf jedoch jede Menge Lärm. Wie bereits im vergangenen Jahr haben sich nicht nur die Socken, sondern auch viel andere Aktive an die Fabel von Hase und Igel erinnert. Der Fanclub war immer schon da. In der zweite Runde kamen dann die Probleme. Josef haderte mit den Bergen, Alex mit seinem Rücken und am Ende beide mit dem kurzen Regenschauer. Vor allem Josef erinnerte sich wahrscheinlich in der zweiten Runde des öfteren an seinen Vorsatz aus dem letzten Jahr: „Ich bin kein Bergläufer, hier laufe ich wohl nur noch Halbmarathon.“ Naja. Alex hingegen plagte sich mit einer leichten Blockade im Rücken, welche vor allem in der zweiten Runde wenig Freude bereitete. Kurz vor dem Zieleinlauf auf dem Markt wartete Josef dann auf die kurz hinter ihm liegende zweite Socke und so konnten beide gemeinsam nach wenig Rekordverdächtigen 4:40:53 bzw. 4:40:54 gemeinsam ins Ziel laufen. Egal, auch dieses Finish kann ihnen niemand mehr nehmen.

Am Ende des Tages bleibt abermals die Erkenntnis: In Altenburgs läufts besser. Wie in jedem Jahr weiß der Marathon durch seine liebevolle Gestaltung, die familiäre Atmosphäre und die vielen kleinen Details zu begeistern. Es beginnt mit dem fantastischem Handtuch mit eingewebten Marathonlogo, welches es für 25€ Startgebühr gibt. Es geht weiter mit den vielen kleinen Sprüchen, die den Laufbegeisterten auf der Strecke ein ums andere Mal ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Viele Bands, Zuschauende, die Kultmeile am Schlossberg. Hier stehen neben einer Trommelgruppe noch zwei Cheerleading Gruppen – fantastisch. Auch die Versorgung ist sensationell, genau wie die Dichte der Verpflegungsstände. Es ist nicht möglich all die Dinge aufzuzählen, die diesen Marathon so einzigartig und liebenswert machen. Das Ganze über vier Streckenlängen, diverse Kinder- und Schulläufe und noch dazu mit der Option zu walken oder zu laufen. Man merkt, dass es sich um Laufenthusiasten handelt, die hier organisieren und jedes Jahr aufs neues gelingt es Ihnen, eine Liebeserklärung an den Marathonlauf abzugeben. Vielen Dank dafür.

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