Ankommen im schönsten Ziel

Ankommen im schönsten Ziel

Ca. 7000 gut gelaunte StarterInnen, echt gutes Laufwetter, das bekannte Rennsteiglied geschmettert, der Start des beliebtesten europäischen Crosslaufes erstmals in seiner 43 jährigen Geschichte von einem linken Ministerpräsident vollzogen und mittendrin eine rote Socke, der das Herz vor dem ersten Halbmarathon ganz schön in den Kniekehlen hing. Von der eigenen Courage dann doch etwas übermannt blieb aber nicht viel Zeit zum Nachdenken. Pünktlich 7.45 Uhr setzte sich der 6. Starter-Block in Bewegung. Und dann hieß es trotz aller Unsicherheit laufen, laufen, laufen.

Das Starterfeld, am Grenzadler in Oberhof noch ein breiter Pulk, zog sich mit jedem Kilometer immer mehr auseinander. Die schwerste Teilstrecke, der Einstieg zum 982 m hohen Großen Beerberg, forderte auf den ersten 9 km seinen Tribut. Als „Flachland Tiroler“ ohne große Erfahrungen sah ich mich meiner bislang größten sportlichen Herausforderung ausgesetzt, aber das Training auf dem Berliner Asphalt war nicht umsonst.

Tatsächlich gelang es mir während des Laufes, den Blick auch mal in die Ferne schweifen zu lassen und da boten beeindruckende Blicke in die Täler links und rechts vom berühmten Höhn Weg. Hier und da konnte man Läufer mit aufgeschlagenen Knien, Ellenbogen oder sogar blutige Nasen sehen. Auch wenn ich das ein oder andere Mal strauchelte, blieb mir ein harter Aufprall erspart. Trotz einiger Engpässe über Stock und Stein, die auch mal einen Körperkontakt zeitigten, war Verhalten der LäuferInnen immer fair.

Und dann die kaum zu beschreibende Stimmung auf dem Sportplatz in Schmiedefeld, wo man von Beifall und Jubelrufen tausender Zuschauer regelrecht ins Ziel getragen wird. Auch ich durfte das genießen und kam nach 2:27 Std. wunschgemäß gesund und schneller als erhofft im wohl schönsten Ziel der Welt an. Als ich dann den Marathon- und SupermarathonläuferInnen zujubelte, waren die Strapazen schon fast vergessen. Auf Wiedersehen Schmiedefeld, in 2016!

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