Rote Socken an den Füßen – Joe im Herzen

Rote Socken an den Füßen – Joe im Herzen

Der zweite Samstag im Juni ist Marathonzeit in Ostthüringen. Bereits zum siebenten Mal fanden sich im Laufe des Vormittags tausende Läuferinnen und Läufer auf dem Markt in Altenburg ein, um bei den verschiedenen Läufen zu starten. Mit dem ersten Startschuss begaben sich auch zwei Rote Socken auf die Königsdistanz von 42,195km.

Als wenn es nicht reichen würde eine Marathon über vierzehn Anstiege und ca. 530 Höhenmeter bergauf, aufgeteilt auf zwei Runden zu absolvieren, meinte es das Wetter in diesem Jahr auch noch besonders „gut“ mit den Sportlerinnen und Sportlern. Hohe Temperaturen und eine extrem hohe Luftfeuchtigkeit ließen den Schweiß schon vor dem ersten Kilometer in Strömen laufen. An gute Zeiten war bei einem solchen Wetter natürlich nicht zu denken. Ausgenommen vom Sieger der Marathondistanz, der eine neue Bestzeit aufstellte, kam wohl kaum einer oder eine an die gesteckten Ziele heran. Es war schlicht und ergreifend zu warm und zu feucht.

Neben dem Wetter und der ohnehin anspruchsvollen Strecke hatten die Roten Socken eine weitere Bürde zu tragen. In Erinnerung an Joe trugen sowohl Chris als auch Alex Joes Startnummer und Alex noch zusätzlich Joes Trikot über die Strecke. An dieser Stelle sei ein großes Dankeschön an das Organisatonsteam gerichtet, welche dies ermöglicht haben und noch dazu in einem Newsletter vor der Veranstaltung auf unsere Spendenaktion verwiesen. Es war sehr aufbauend wie viele Mitläuferinnen und Mitläufern die Roten Socken auf ihre Spendenaktion ansprachen und wie viel positives Feedback es dafür gab. Schön zu wissen.

Zum Marathon in Altenburg wurde hier eigentlich in den letzten beiden Jahren schon sehr viel gesagt und der Titel des letztjährigen Laufberichts sagt eigentlich alles aus: „Eine Liebeserklärung an den Marathonlauf“ Es bleibt dabei, es ist der liebevollst organisierte Lauf, den die Roten Socken kennen. Das geht bei der persönlichen Begrüßung bei der Startnummernausgabe los, geht weiter über die grandiosen Präsente (dieses Jahr eine riesige Sporttasche) zur kleinen Startgebühr (25€), dem grandiosen Moderator auf dem Markt, den vielen motivieren Sprüchen an der Strecke, die unglaubliche Verpflegung bis hin zu den selbst gebastelten Schildern im Schlosspark. An dieser Stelle standen in diesem Jahr auch zwei Schilder für Joe – so schön und doch so traurig. Auch die Zuschauerinnen und Zuschauer an der Strecke werden von Jahr zu Jahr besser. Außer der Fanclub der Socken aus Wolf und Tina, der war schon immer super und auch dieses Jahr an vielen Stellen der Strecke zu finden.

Chris lief aufgrund des Wetters und unerklärlicher Trainingsrückstände nach der ersten Runde, sprich nach einem Halbmarathon ins Ziel und wartete dort auf Alex, welcher sich in eine sehr schwere zweite Runde begab. Hier setzte das Wetter nicht nur der Roten Socke zu, denn noch nie hat man in Altenburg so viele Leute nur gehen gesehen, anstatt zu laufen. Über die Zeiten schweigen wir an diesem Tag einfach, die sind bei dem Wetter auch gar nicht wichtig. Wichtig war, dass alle gesund im Ziel ankamen. Und als sich Alex auf den letzten Kilometer begab und Joes Trikot vor sich über die letzten Meter ins Ziel trug, öffnete der Himmel seine Schleusen und es gab einen Gewitter-/Hagelschauer der sich sehen lassen konnte. Mehr Symbolik geht manchmal auch nicht. So kam eine sehr nasse Rote Socke, angefeuert von einem mindestens genau so nassen Fanclub mit gemischten Gefühlen ins Ziel.

Am Ende des Tages war weder die Zeit, noch das Wetter oder sonst irgendetwas, sondern nur das Motto der Socken an diesem Tag: „Rote Socken an den Füßen – Joe im Herzen“. Viel lieber wären wir mit dir gelaufen, aber immerhin konnten wir für dich laufen!

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