Diesen Weg auf den Höhn sind wir für Joe gegangen

Diesen Weg auf den Höhn sind wir für Joe gegangen

Auch in diesem Jahr haben die Roten Socken wieder einen Platz für Deutschlands größten Staffellauf ergattert – den anspruchsvollen Rennsteigstaffellauf über 168,5 km. Über 10 Etappen mit Längen zwischen 13 und 20 km ging es über Stock und Stein, Wiesen und Felder, Wurzeln und ein bisschen Asphalt entlang des Höhenweges über den Kamm des Thüringer Waldes – den Rennsteig – von Blankenstein nach Hörschel.

Mit dem Kleinbus rollten die Roten Socken Alex, Andrea, Chris, Harald, Stefan, Steffen und Willi am Freitag von Berlin aus dem Start entgegen um dort, wie üblich, von den beiden Thüringer Landtagsabgeordneten Ralf Kalich und Frank Kuschel bei Abendbrot und Bier begrüßt zu werden. Annette und Robert, die ihr Auto bereits an einer der Wechselstellen positioniert hatten, ließen es sich nicht nehmen, schon eine Proberunde mit dem Fahrrad zu fahren und trafen ebenfalls pünktlich zum Abendbrot in Hörschel ein.

Zuvor wurde natürlich noch der Staffelstein aus der Selbitz gefischt, der von den Läuferinnen und Läufern über den gesamten Rennsteig transportiert wird, um dann am Zielort in der Werra versenkt zu werden. Dieses Jahr war das aber nicht genug: Joe, den es zu Ostern aus unserer Mitte gerissen hat, war in den letzten beiden Jahren immer leidenschaftlich dabei – das durfte dieses Jahr nicht anders sein. Und so haben die Roten Socken ihn symbolisch, in Form seines Laufshirts, vor allem aber auch im Herzen mitgenommen auf den Thüringer Höhenweg.

Das erste Highlight wartet schon vor dem Startschuss am Samstagmorgen auf die Socken – die Nacht im Rennsteigsaal. Geschätzt 70 bis 80 Leute übernachten im antiquierten Lampensaal des Blankensteiner Gasthofes. Die Einheimischen behaupten, Erichs Lampenladen wäre ein Witz dagegen gewesen. Egal. Kein Witz ist, dass die ersten bereits 3:30 Uhr in der Nacht von einer presenilen Bettflucht ergriffen wurden, immerhin drohte die Gefahr, den ersten Startschuss für die Mix- und Frauenstaffeln um 5 Uhr zu verpassen. Warum die Besprechung der Renntaktik und die Morgengymnastik nicht auch außerhalb des Saals durchgeführt werden können, bleibt den Socken dabei ein Rätsel. 6 Uhr fiel dann auch der Startschuss für die Männerstaffeln und während Robert die erste Etappe lief und Annette ihn mit dem Rad begleitete, fuhren die restlichen Socken zum ersten Wechsel. Robert ließ es sich anschließend nicht nehmen, auch noch die dritte auf dem Rad zu absolvieren.

Robert und der nach ihm folgende Chris lieferten grandiose Zeiten ab, sodass Alex schon von einer neuen Bestzeit und dem unterbieten der 15 Stunden Schallmauer träumte. Auch der an dritter Stelle gestartete Steffen zeigte, dass sein vorheriges Unterstatement vollkommen fehl am Platz war, da er ebenso wie Alex seine avisierte Zeit auf die Minute genau einhielt bzw. sogar ein wenig unterbot. Genau wie die ersten vier Läufer bekamen auch Harald und Andrea noch den an diesem Tag scheinbar obligatorischen Regenschauer ab. Beide lieferten ebenfalls souveräne Leistungen ab, sodass ein Notstart in Oberhof deutlich verhindert werden konnte.

Zwischen Neuhaus und Oberhof wurden die Aktiven wieder von Ronald auf dem Mountainbike begleitet. Als Einheimischer beweist er besondere Qualitäten, da er jede Wurzel, jeden Stein und jeden Anstieg auf den Meter genau voraussagen kann. Ab Oberhof übernahm für den Rest der Strecke Frank die Begleitung der Läuferinnen und Läufer. Entgegen seines Rufes, dass er seine Läuferinnen und Läufer regelmäßig verliert, gelang es Frank in diesem Jahr, all seine vier Läufer zumindest einen Großteil der Strecke zu begleiten.

In Oberhof stießen mit Christian ein weiterer Läufer und mit Melanie und Jens zwei verletzte Socken zum Tross durch Thüringen. Der wie in jedem Jahr mit reichlich Lebensmitteln bestückte Bus, wurde dank Melanie und Jens um weitere Auswahlmöglichkeiten reicher. Christian war der erste Läufer der keinen Regenschauer mehr ertragen musste und sah nach seinen sehr schnellen 13,7 km noch taufrisch und kaum verschwitzt aus, als er auf Stefan übergab. Während Stefan lief, bereitet sich mit Jan eine weitere Socke auf den Lauf vor. Naja… das mit der Socke ist an dieser Stelle so eine Sache…. Jan zog nach kurzen Familienrat das Trikot der Socken nur auf „links“ an, da er eigentlich Mitglied eines politischen Mitbewerbers ist und sich unangenehme Fragen ersparen wollte 😉

Die letzte Etappe übernahm unser Laufveteran Willi. An dieser Stelle darf ruhig erwähnt werden, dass Willi bereits 70 Jahre ist, vor zwei Wochen den Marathon in Görlitz in 4:01 h absolvierte und nun das ganze Wochenende mit den Roten Socken in Thüringen unterwegs war. Zu einer Zeit von 1:21:41 h auf 15 km kann man nur sagen: „Chapeau Willi“.

Nach 15:18:19 h kamen die Roten Socken in Hörschel an und versenkten bereits das dritte Mal einen Staffelstein in der Werra. Auf ein neues im Jahr 2016!

Alex & Chris

Anlässlich des Rennsteigstaffellaufes wurde durch die Roten Socken im Vorfeld des Laufes eine Spendenaktion zugunsten der Deutschen Schlaganfallhilfe initiiert. Ziel war es 510€ (für jeden der ca. 170 Staffelkilometer 3€) zu generieren. Am Ende kamen 930€ für die Deutsche Schlaganfallhilfe zusammen. DANKE an alle Spenderinnen und Spender. Die nächste Spendenaktion wird es (ab diesem Jahr jährlich) im November anlässlich der Marathonstaffel auf dem Flugfeld Tempelhof geben.

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