Verstärkt und mit historischem WM-Erfolg

Verstärkt und mit historischem WM-Erfolg

Am gestrigen Donnerstag ging es in drei aufregenden Spielen wieder einmal um den Einzug ins Finale – eine Sache, mit der die Kap Verden bei den vergangenen Weltmeisterschaften nie auch nur annähernd etwas zu tun hatten. Aber in diesem Jahr wurde hart trainiert, zudem erfuhr das Team Verstärkung durch handball- und rugbyerfahrene Neu-Socken.

Die Strandvölkerball-WM ist in ihrer nunmehr 13. Auflage immer noch eines der witzigsten, schönsten und fröhlichsten Ereignisse im nicht gerade ereignisarmen Sport-Berlin. Und so haben sich auch die Roten Socken – wie in jedem Jahr seit 2009 – wieder unter der Fahne des Inselstaates der Kap Verden versammelt, ein großartiges Buffet aufgebaut und ihren geheimen Zaubertrank Ponche gebraut. Das Wetter ließ ein wenig zu wünschen übrig; es war teils recht stürmisch (was zum Verlauf des Turniers passte) und regnete zwischenzeitlich – kein Problem für die Kap Verden, die sich mit Regenzeiten natürlich bestens auskennen. Auch der Fanblock war wie in jedem Jahr zahlreich vertreten und sorgte mit Sprechchören, Vuvuzela und lautstarkem Gebrüll für die passende Stimmung – man war also optimistisch. Im verflixten 7. Jahr sollte endlich, endlich, endlich der bisher deutlich bis super-knapp verfehlte Sieg her. Man hatte sich extra zu diesem Zweck auch eine neue Königin erwählt, deren Inthronisation durch die bisherige Königin Kathrin direkt vor dem ersten Spiel erfolgte.

Im ersten Spiel der rein lateinamerikanisch-afrikanischen Vorrundengruppe ging es gegen die hoch favorisierten Kubaner. Die Roten Socken gingen zwar sehr schnell in Führung, waren aber letztendlich deutlich unterlegen und verloren 3:0.

Das zweite Spiel verlief da schon ausgeglichener; United Colors of Africa und die Kap Verden lieferten sich einen harten Kampf, der nach Ablauf der regulären Spielzeit immer noch nicht entschieden war und somit in die Verlängerung gehen musste. Hier setzten sich die Kap Verden nach einigem Hin und Her letztendlich durch den Goldenen Abwurf mit 1:0 durch und feierten den langersehnten ersten Sieg ihrer gesamten WM-Geschichte. Der Jubel war groß beim Team und natürlich auch beim Fanblock.

Auf einmal hatten die Kap Verden sogar die sozusagen historische Chance auf einen Einzug in die Finalspiele – dafür musste ein Sieg her gegen das neue und ausgesprochen liebenswerte Team von Uruguay, den Vertreter_innen des schwul-lesbischen Sportvereins Vorspiel. Die Kap Verden gingen ausgesprochen optimistisch in das letzte Spiel, agierten dort aber unerklärlicherweise fahrig und unkonzentriert. Nachdem die Königin bereits einmal das Feld betreten musste, fand man etwas besser ins Spiel und war dem gegnerischen Team gewachsen. Allerdings sollte dies nicht ausreichen; in der Verlängerung verloren die Kap Verden knapp mit 1:0.
Nach wie vor ist sich das Team allerdings nicht so ganz sicher, ob der direkt vor dem Spiel am Himmel auftauchende Regenbogen nicht Einfluss auf die uruguayischen Spieler_innen hatte, da diese förmlich über sich hinauswuchsen.

Die Kap Verden jedenfalls hatten ihr Minimalziel erreicht: Der erste Sieg bei einer Weltmeisterschaft! Und im nächsten Jahr wird alles garantiert noch besser. Bestimmt.

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