Rote Socken meets FC St. Pauli

Rote Socken meets FC St. Pauli

Nach dem Berliner Halbmarathon wurden die Roten Socken von der Marathonabteilung des FC St. Pauli angeschrieben und gefragt, ob wir nicht ihren Lauf gegen Rechts am 1. Juni unterstützen möchten. Da mussten die Socken nicht lange überlegen und sammelten Laufwillige. Immerhin zehn Läuferinnen und Läufer konnten die Roten Socken für den 7,4km Lauf rund um die Außenalster in Hamburg gewinnen. Sechs Socken davon kamen aus Berlin, was für einige unserer Läuferinnen und Läufer zur Folge hatte, dass sie bereits um 5.30 Uhr im Auto in Richtung Freie und Hansestadt Hamburg saßen. Dort angekommen stand die Frage im Raum, warum manche Klischees doch so oft erfüllt werden? Denn natürlich war es bewölkt, grau, leicht nieselig und kühl. Aber bange machen gilt nicht.

Leider mussten die Socken Jürgen und Torsten krankheitsbedingt passen, was sie jedoch nicht daran hinderte, die Laufenden kräftig anzufeuern. Mit 15 minütiger Verspätung fiel der Startschuss nach den eindirnglichen Klängen von Hells Bells und die über 1500 Läuferinnen und Läufer wurden links um die Alster geschickt. Der große Andrang verzögerte nicht nur den Startschuss, sondern auch ein flüssiges vorankommen auf den ersten Kilometer und es kam zu einem beachtlichen Rückstau. Als sich der Stau gelöst und die einzelnen Socken ihr Lauftempo gefunden haben, ging es auf einer wunderschönen Runde rund um die Alster, immer direkt am Wasser entlang. Rechts Villen, links Alster – durchaus mondän.

Beim Zieleinlauf gab es für alle Läuferinnen und Läufer jenseits der 45 Minuten noch einen weiteren Stau zu verkraften. Da die Veranstalter sich entschieden, alle Startgelder in Initiativen gegen Rechts zu stecken, verzichtete man auf eine teure, professionelle Zeitnahmen und erledigte dies manuell. Leider stieß bei diesem Ansturm der eigentlich recht clever gewählte Modus zur Erfassung der Zeit dann doch an seine Grenzen. Sicherlich ist es für alle Betroffenen schade, allerdings diente der Lauf einzig und allein einem guten Zweck, da ist es auch durchaus verkraftbar auf eine neue Bestzeit zu verzichten.

Die schnellste Socke Robert schaffte es in einer mehr als beachtlichen Zeit unter die Top 10 und mit Christoph konnten wir einen weiteren Läufer unter den Top 100 platzieren. Wie bereits angedeutet bemisst sich der Wert dieses Laufes jedoch nicht in Bestzeiten oder sonstigen lauftechnischen Superlativen, sondern allein daran, dass es über 1500 Menschen gibt, die bei diesem Spendenlauf gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und für Toleranz antraten. Fight Rascism steht folgerichtig dick auf den T-Shirts zu Veranstaltung.

Für einige der Socken war es der Auftakt zu einem intensivem Laufmonat Juni, welche nebem dem Lauf gegen Rechts noch den Skatstadtmarathon in Altenburg und den Rennsteig-Staffellauf bereit hält.

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