Ein Tag – ein Team – ein Rennsteig

Ein Tag – ein Team – ein Rennsteig

Auch an diesem Wochenende waren wieder viele Rote Socken aktiv um an einem Tag im Team Deutschlands längsten Staffellauf, den 171,3 km langen Rennsteig-Staffellauf, zu absolvieren. Wie im vergangenen Jahr, ging es von Blankenstein, an der Mündung der Selbitz in die Saale in 10 Etappen auf dem berühmten Renntsteigwanderweg durch den wunderschönen Thüringer Wald nach Hörschel, an der Mündung der Hörsel in die Werra. Bereits am Freitag reiste ein Bus voller Roter Socken (Alex, Anette, Chris, Daniel, Frank, Joe, Jörg, Robert, Sebastian und Stefan) inklusive zweier Fahrräder und einem Begleitfahrzeug von Berlin nach Blankenstein, um vor Ort von den beiden Thüringer Landtagsabgeordneten Ralf Kalich und Frank Kuschel in Empfang genommen zu werden. Vor dem Abendbrot holte sich die Staffel aber noch, ganz wie es der Brauch verlangt, einen kleinen Stein aus der Selbitz, der als Staffelstein von Läufer zu Läufer übergeben werden muss, um im Ziel in der Werra versenkt zu werden. Nach dem Genuss gegrillter örtlicher Spezialitäten verabschiedeten sich die Socken alsbald in ihre Schlafsäcke in der Massenunterkunft. Nach einer kurzen Nacht – die ersten Starterinnen und Starter machten sich bereits vor 4.00 Uhr fertig und damit viele Socken vorzeitig wach, um den Start der Frauen- und Mixedstaffeln um 5.00 Uhr zu schaffen – stand am morgen noch das obligatorischen Gruppenbild im Startbereich an.

Pünktlich um 06.00 Uhr fiel der Startschuss und die Roten Socken schickten Startläufer Joe sowie seinen Radbegleiter Sebastian auf die ziemlich heftige 1. Etappe, denn zunächst müssen ja erst einmal viele Höhenmeter des Thüringer Höhenweges erklommen werden. Dann hieß es für den Rest, schnell in den Bus um zur ersten Wechselstelle zu kommen, damit sich die nächste Rote Socke (Stefan) auch ordentlich warm machen kann und der Proviant, den die Radbegleitung für den Fall der Fälle für den Läufer und sich mitführt, individuell vorbereitet werden kann. Ist der Wechsel vollzogen, hat der ankommende Läufer nur wenig Zeit zu verschnaufen und in frische Socken schlüpfen, denn der nächste Wechsel folgt bei dem Tempo der Socken im Sauseschritt.

Nicht nur auf der Laufstrecke hat der jeweilige Läufer und seine Radbegleitung die Chance die wunderschöne Thüringer Natur zu genießen, sondern auch im Bus mit seinen großen Fenstern bei der Fahrt von Wechselstelle zu Wechselstelle ist das möglich. Dabei lassen die Socken keine Möglichkeit aus, wann immer der jeweilige Läufer von der Straße – die nur in wenigen Teilen parallel zum Rennsteigweg verläuft – gesichtet wird, fotografisch festzuhalten und lautstark unter Zuhilfenahme der im Bus verbauten Außenlautsprecher in Kombination mit Daniels lautem Brüllorgan kräftig anzufeuern. Chris übernimmt die dritte Etappe, ist gesundheitlich aber etwas angeschlagen. Zur vierten Etappe übernimmt Heino den Zeitmessungschip und den Staffelstein, ihn haben wir letztes Jahr erfolgreich über die Starterbörse für uns gewinnen können und erneut verpflichtet. Zur vierten Etappe übernimmt der ortskundige Ronald die Radbegleitung, der die Läufer mit Wissen rund um den Rennsteig versorgt. Alex legt, – ebenso wie Startläufer Joe – mit dem erst vergangenes Wochenende stattgefundenen Skatstadmarathon in den Beinen, eine beachtliche Zeit auf den Waldboden der 5. Etappe.

Gegen frühen Nachmittag stößt Jens Petermann als Läufer zu uns und übernimmt – zusätzlich (Rad)begleitet von Frank Kuschel – die ca. 20 km lange 6. Etappe. Am Grenzadler in Oberhof liegen alle Hoffnungen auf Jens: wird er es schaffen, noch vor dem für 16.00 Uhr geplanten Notstart anzukommen – dem Start aller bisher noch nicht eingetroffen Staffeln, damit diese nicht im Dunkeln auf der Strecke laufen müssen und rechtzeitig zur After-Race-Party im Ziel sind. Ja, er schafft es – eine Punktlandung! Der flinke Robert übernimmt ab hier, begleitet von Anette auf dem Fahrrad. Inzwischen bringt das Begleitfahrzeug Ronald an seinen Startpunkt zurück und der Bus hastet zum nächsten Start und schafft es gerade so, dass Daniel die 8. Etappe rechtzeitig übernehmen kann. Einfach zu schnell der Robert! In Windeseile ist Daniel zum Kleinen Inselsberg gerannt und übergibt an Frank, der von Frank Kuschel und Sebastian begleitet wird. Durch den ständigen Ortswechsel vergeht der Tag wie Fluge und dank der Erfahrungen aus dem Vorjahr und der erarbeiteten Ortskenntnis, klappen die Wechsel dieses Jahr bis auf die genannte Ausnahme wie am Schnürchen. Die letzte und damit 10. Etappe übernimmt Jörg, von der alle sagen es gehe nur noch Berg ab, die es dennoch in sich hat.

Nach 15 Stunden 9 Minuten und 3 Sekunden haben die Roten Socken gemeinsam die Ziellinie unweit der Werra im Örtchen Hörschel überquert und damit den Staffelstein über 7 Minuten schneller als im letzten Jahr über den Rennsteig befördert. Das reichte für Platz 107 von 138 in der Kategorie Männer-Staffel. Es folgten Medaillienübergabe, Sektstößchen und Steinverabschiedung in die Werra. Nach einer erholsamen Dusche und dem Aufstellen der Zelte machten sich die Socken Alex, Chris, Daniel, Frank, Joe und Sebastian auf zur parallel zum Deutschlandspiel stattfindenden After-Race-Party im Zielbereich. Etwas enttäuscht, dass dieses Jahr die versprochene Pasta trotz besserer Zielzeit nicht mehr für die Roten Socken gereicht hat, griffen alle zur Ersatzroster, die gefühlt 10. an diesem Tag. Die Stimmung bei dieser Party macht alle Strapazen des Tages aber wett und alle feiern gemeinsam tanzend und singend durch das Festzelt und werden mit dem Rennsteiglied verabschiedet – großartig.

Großartig war neben der Leistung aller beteiligten Socken, ob laufend, radelnd oder bussteuernd (Mehrfachnennung möglich) vor allem die Vorbereitung und Organisation durch unseren Mannschaftskapitän Alex – besten Dank! Dank gebührt natürlich auch den Organisator_innen und Helfer_innen des Laufes.

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2 thoughts on “Ein Tag – ein Team – ein Rennsteig

  1. Ein super Laufbericht und eine spitzen Veranstaltung.
    Im Nachgang habe ich gelesen, dass die limitierten Startplätze nach nur 2 Minuten ausverkauft waren.

    Ich denke, das unterstreicht nochmal die wahnsinnig gute Organisation, die Alex den Teilnehmern geboten hat. Also nochmal ein riesengroßes DANKESCHÖN!!!

    Der Lauf hat riesig viel Spaß gemacht und ich bin im nächsten Jahr gerne wieder dabei.

    Viele Grüße Frank von Etappe 9 😉

  2. Frank da kann ich dir nur Recht geben. Tolle Veranstaltung, hat viel Spaß gemacht und eine wahnsinnig gute orga von Alex.

    Und auch jederzeit wieder, für das nächste Mal eine andere Etappe, noch bleiben mir ja acht.

    LG
    Joe

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