Von Kap Verde und der Völkerschlacht am Strand

Von Kap Verde und der Völkerschlacht am Strand

Am Donnerstag, den 25. Juli 2013 und damit dem 1. Spieltag der 11. StrandVÖLKERball-WM 2013, haben die Roten Socken aka Kap Verdener erneut ihr Können auf dem sandigen Untergrund unter Beweis gestellt. Seit 2009 nehmen die Kap Verdener an diesem Spektakel bereits teil. Und auch dieses Jahr kam es bei gefühlten 35 Grad darauf an, in vier hitzigen Spielen gegen die Kanadier_innen, die Schwed_innen, Afrikaner_innen und R-Volkist_innen eine gute Figur auf dem Spielfeld hinzulegen. Schon mal vorab: diese Aufgabe wurde mit Bravour bestanden.

Nach anfänglichen Zweifeln der Kap Verdener Chef-Diplomatin, ob denn auch alle Bürger_innen rechtzeitig zum BeachMitte in Berlin finden werden und der durch kurzfristige Krankmeldungen berechtigten Angst, selbst noch als Spielerin aufs Schlachtfeld zu müssen, gab es dann aber dank großartiger junger Neuzugänge keine Probleme. Es waren sogar genügend Auswechsler_innen an Board, auf die im Zweifelsfall zurückgegriffen wurde. So konnte also entspannt das erste Spiel Afrika und Schweden taktisch analysiert werden. Vor allem der Einzug der antretenden Völker in die Sandarena vor jedem Spiel ist ein Spektakel, für das es sich lohnt, dabei zu sein.

Dann war es auch für die Kap Verdener_innen Zeit, sich bereit zu machen. Der Einzug erfolgte zu standesgemäßer Hymne – die Königin, mit den entsprechenden Insignien der Macht bestückt, wurde von ihren Untertanen auf ihrem Thron aufs Spielfeld getragen und mit der nötigen Frischluft an diesem heißen Tag versorgt. Nach der umfänglichen Huldigung ließ die Königin durch ihre Chef-Diplomatin ordentlich Pontche verteilen um die Zielgenauigkeit beim Spiel noch einmal kräftig zu erhöhen, den geschulten Blick des Schiedrichters auf eventuelle Missachtungen der Spielregeln seitens der Gegner_innen zu trimmen und natürlich um alle – trotz der Hitze – bei Laune zu halten. Auch die Kandier_innen machten bei ihrem Einzug keine halben Sachen und glänzten mit hoch atemberaubenden akrobatischen Einlagen. Atemberaubend spannend war dann auch das Spiel der beiden Völker, bei dem sich die Kap Verdener_innen nach einer sehr überzeugenden Leistung – einem zum Ablauf der Spielzeit nach 12 Minuten leider aber ungünstigen Bevölkerungsverhältnis – mit einem 2:3 geschlagen geben mussten.

Im Anschluss konnte sich die Bevölkerung in Vorbereitung auf die nächsten Bewährungsproben am Buffet mit einheimischen Köstlichkeiten stärken. Im Rahmen der Völkerverständigung war im Vorfeld zudem vereinbart worden, dass an den ausländischen Buffettischen gegen entsprechenden Devisentausch gegessen und getrunken werden konnte. Frischen Mutes ging es dann also in die nächsten beiden Runden gegen die Schwed_innen und Afrikaner_innen. Bei beiden Spielen war der Schlagabtausch heftig, aber ziemlich ausgeglichen, so das nach der regulären Spielzeit kein eindeutiges Ergebnis festgestellt werden konnte und noch in die Verlängerung gegangen werden musste. Weil es nicht möglich war, die Bevölkerung noch einmal mit frischem Pontche zu stärken, mussten auch bei diesen Spielen Niederlagen hingenommen werden.

So war es dann auch wenig verwunderlich, dass die ausgepowerten Kap Verdener_innen in ihrem letzten Spiel gegen die R-Volkist_innen keine großen Sprünge mehr machen konnten. Bis zum Spielzeitende hielten sie sich aber tapfer und zeigten überragenden Sportsgeist! Mit diesen Ergebnissen war der Pokal nicht mehr zu holen und das Ausscheiden nach dem 1. Spieltag sichere Sache, dennoch haben die Kap Verdener_innen einmal mehr beweisen können, dass es ihnen um den Spaß an der Sache geht – und den hatten alle Beteiligten, auch nachdem alle Spiele gelaufen waren. Dafür ein großes Dankeschön an alle Oberhäupter, Spieler_innen, Diplomat_innen, Schiedsrichter_innen und natürlich die Organisator_innen des Events! Am Ende des Tages bleibt folgender Erkenntnis somit nichts mehr hinzuzufügen: „Ach, so schlecht waren wir ja gar nicht… aber ok, mit Training wären wir vielleicht wirklich besser.“

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